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Wetter-News: STURMTIEF XYNTHIA DROHT MIT ORKANBÖEN!
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vom Wetterdienst Q.met GmbH |
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Meldung vom 28.02.2010 07:59 |
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STURMTIEF XYNTHIA DROHT MIT ORKANBÖEN! |
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Wiesbaden (Q.met) - Nicht außergewöhnlich, aber trotzdem bemerkenswert. Die Zeit der Spätwinterstürme ist da. Morgen braust Tief Xynthia mit schweren Sturmböen über uns hinweg.
Vor genau 20 Jahren haben die Sturmtiefs Vivian und Wiebke Wettergeschichte geschrieben. Sie führten in Mitteleuropa zu enormen Verwüstungen.
Erneut kommt am Wechsel der meteorologischen Jahreszeiten von Winter auf Frühling eine starke Gesellin auf uns zu. Der Wirbel Xynthia zieht über die Biskaya hinweg nach Nordosten und erreicht am Sonntagnachmittag die Nordsee. Schon am frühen Sonntagmorgen nimmt der Wind am Rhein und in den westlich davon liegenden Mittelgebirgen stark zu. In höheren Lagen drohen schwere Sturmböen. Am Sonntag mausert sich der Sturm weiter. Dann muss vom Schwarzwald bis zur Deutschen Bucht vereinzelt mit Orkanböen gerechnet werden. Nachmittags erreicht das Starkwindfeld auch den Osten der Republik. Davon verschont bleibt voraussichtlich nur der Südosten Bayerns, wo im Windschatten der Alpen eher ein laues Lüftchen wehen dürfte. Aufgrund der hohen Windbruchgefahr sollte man Wälder und Parks am Sonntag meiden. Nicht niet- und nagelfeste Gegenstände sollten gesichert werden.
Ursache für die häufigen Spätwinterstürme ist der starke Gegensatz zwischen kalter Luft in polaren Breiten und der nun wieder wärmeren Luft in südlichen Gefilden. Je größer der Gegensatz, desto stärker die Stürme. Xynthia dürfte der stärkste Sturm in dem zu Ende gehenden Winter sein, ob es noch eine Nachfolgerin gibt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wurden wir in diesem Winter von Orkantiefs verschont, denn fast überall in Europa war es zu kalt, und somit konnte es keine starken Temperaturgegensätze in unseren Regionen geben.
Bis zum nächsten Mal.
Karl Heinz Oberthier Diplom-Meteorologe
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