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Wetter-News: VOR UNWETTERTRÄCHTIGER WOCHE
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vom Wetterdienst Q.met GmbH |
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Meldung vom 16.06.2013 05:49 |
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VOR UNWETTERTRÄCHTIGER WOCHE |
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Wiesbaden (Q.met) - Mit dem ersten Vorstoß des Hochsommers sind in der ersten Hälfte der neuen Woche nicht nur Hitzetage verbunden. Auch die Kreislaufbelastung wächst enorm. Grund hierfür ist hohe Luftfeuchtigkeit, die auch Unwetter auslösen kann.
Ab Sonntag macht sich der Hochsommer auf den Weg zu uns, und die Temperaturen überschreiten in der ersten Hälfte der neuen Woche oft die 30-Grad-Marke. Doch wie so oft im Leben hat diese Medaille auch ihre Kehrseite. Die Luft kommt von Süden bis Südwesten über das Mittelmeer und ist leider enorm schwül. Das hat zwei unschöne Konsequenzen.
Erstens werden Wetter- und Hitzeempfindliche stark belastet, ihr Kreislauf steht vor großen Herausforderungen. Deshalb sollten sie sich schonen und die Mittags- und Nachmittagshitze sowie die pralle Mittagssonne meiden. Damit nicht genug, wächst zweitens auch die Unwettergefahr.
Das hat zwei Gründe. Die hohe Luftfeuchtigkeit bietet reichlich Energie, da sie enorme Massen an Wasserdampf und damit potenziellen Regen oder Hagel speichern kann. Damit ist die erste Voraussetzung für Unwetter erfüllt. Leider kommt noch eine zweite Bedingung hinzu, die Unwetter ermöglicht. Das ist der Motor, der die Luft zum Aufsteigen zwingt.
Am Sonntag, aber auch am Montag muss meist noch orografischer Antrieb herhalten. An den Alpen, aber auch im Bereich der Mittelgebirgshöhen muss die feuchtheiße Luft aufsteigen. Das kann ausreichen, um heftige Gewitter mit Sturmböen, Blitzschlag, Hagel und Wolkenbrüchen auszulösen. Am Sonntag beschränkt sich die Gefahrenregion noch auf den Alpenrand, und die Gewitter treten selten und kleinräumig auf.
Je mehr sich die schwüle Hitze aber nach Norden ausdehnt und je feuchter die Luft wird, desto mehr wächst das Gefahrenpotenzial örtlicher, meist noch kleinräumiger Unwetter in Alpennähe und ab Montag auch über den Mittelgebirgen. Ab Dienstag liegt dann das gesamte Land unter einer Hitzeglocke und im Würgegriff unwetterträchtiger Schwüle.
Doch schon in der Nacht zum Dienstag kollidiert die Hitze aus dem Süden im Bereich der deutschen Küstenregion mit Kühle aus dem Norden. Das ruft verstärkt einen vertikalen Austausch der Luft hervor, örtlich kann es zu heftigen Gewittern und Regengüssen im Küstenbereich kommen. Das Hauptaugenmerk gilt aber, wie so oft bei diesen Wetterlagen, dem Westen. Über Frankreich stiftet die Annäherung von Hitze im Osten und Kühle im Westen ab Dienstag immer mehr Unruhe, die Temperaturgegensätze nehmen zu. Damit ist die zweite Zutat für Unwetter gegeben.
Derzeitigen Berechnungen zufolge verläuft ab dem Abend von Dienstag auf Mittwoch der Bereich, in dem sich die beiden Kontrahenten zu nahe kommen, unglücklicherweise genau über unserem Land. Schwerpunkt sind dabei ausgerechnet der Süden und Osten, die vom Hochwasser ohnehin schon arg leidgeprüft sind.
Wie so häufig bei derartigen Wetterlagen, wollen weder Hitze noch Kühle das Feld widerstandslos räumen. Die Folge ist eine ganze Kette von Gebieten, die nordostwärts unser Land überqueren und in denen sich Heiß und Kühl vermischen. Das Ergebnis sind in diesen Bereichen Unwetterschwerpunkte entlang so genannter wellender Frontenzüge. Dabei dringt mal die kühle Luft ost- und südwärts vor, mal die warme Luft wieder nordwärts vor. Bis Freitag schiebt sich dieser Bereich voraussichtlich sehr langsam ostwärts und zieht zögernd ab. Damit gewinnt wieder kühlere Luft die Oberhand, die Hitze erweist sich als Intermezzo.
Bis dahin müssen aber vor allem der Osten und Süden mit örtlich großen Regenmengen, Hagel, Sturmböen und vielen Blitzen rechnen, so das Team von wetter.net. Kleinräumig besteht dabei die Gefahr von Sturzfluten und voll laufenden Kellern. Großräumige neue Flutwellen der großen Flüsse im Einzugsgebiet der Elbe, die die Hochwassersituation verschärfen, sind aber nicht zu erwarten. Dennoch verzögernd die neuen Regenmengen vor allem in der zweiten Wochenhälfte ein rascheres Abfließen des Hochwassers.
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