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Wetter-News: ERST HITZEHAMMER MIT REKORDEN, DANN NORMALER SOMMER
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 30.06.2019 06:27
ERST HITZEHAMMER MIT REKORDEN, DANN NORMALER SOMMER

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Wiesbaden (Q.met) - Der Juni verabschiedet sich heute mit einem echten Knaller: Die 40-Grad-Marke könnte lokal geknackt und damit ein neuer Allzeit-Juni-Rekord aufgestellt werden. In der neuen Woche erwartet uns dann normales Sommerwetter.

Bevor es soweit ist müssen wir heute aber erst einmal den Höhepunkt der zweiten Hitzephase überstehen. Zwischen Hoch Vera über dem Balkan und Tief Nasir über der nördlichen Nordsee strömt extrem heiße und trockene Saharaluft direkt zu uns. Sie hat bereits im Osten Spaniens sowie in Süd- und Zentralfrankreich zu neuen Rekordtemperaturen geführt und damit sogar die Werte aus dem Jahrhundertsommer 2003 pulverisiert. Bei uns in Deutschland könnten ebenfalls die bestehenden Rekorde gebrochen werden, denn vor allem im Südwesten sowie im Osten geht es mit den Höchsttemperaturen steil bergauf in Richtung 40-Grad-Marke. Ein neuer Juni-Rekord ist auf jeden Fall wahrscheinlich - der derzeitige Rekord liegt bei 38,6 Grad und wurde erst am Mittwoch in Coschen (Brandenburg) aufgestellt. Ob der bestehende Allzeit-Rekord von 40,3 Grad (5.7. und 7.8.2015 in Kitzingen/Bayern) gebrochen wird, wird sich zeigen - ausgeschlossen ist es jedenfalls nicht, denn die Wetterzutaten sind dafür gegeben: Sehr heiße Luft aus Südwesten, eine geringe Luftfeuchtigkeit, eine stabile Schichtung und in weiten Landesteilen eine ungetrübte Sonneneinstrahlung.

Doch nicht nur in den genannten Hitze-Spots wird es heiß, auch im Süden, Westen und in der Landesmitte müssen wir uns heute auf Werte zwischen 30 und 38 Grad einstellen. Die Wärmebelastung ist also entsprechend groß und sollte auf jeden Fall ernstgenommen werden! Einzig der äußerste Nordwesten profitiert von etwas kühlerer Luft, denn eine Kaltfront zieht im Laufe des Tages von der Nordsee in Richtung Binnenland. An der Deutschen Bucht erwarten uns dadurch Werte zwischen 21 und 25 Grad, zwischen Ems und Weser 26 bis 32 Grad. Mit der Kaltfront geht nachmittags besonders im Westen und Norden gebietsweise eine Eintrübung durch Wolken einher, Schauer oder Gewitter werden aber die Ausnahme bleiben.

Doch warum sind Gewitter trotz der extremen Hitze die Ausnahme? Das liegt vor allem daran, dass die Luftmassen so massiv trocken sind. Die fehlende Feuchtigkeit führt dazu, dass sich nicht wie sonst Quellwolken und dann Gewitter bilden können, es liegt quasi ein Deckel über uns.

In der neuen Woche erwartet uns dann allerdings ein Wetterumschwung. Nach der extremen Hitze pendeln sich die Temperaturen am Montag zwischen 19 Grad in Ost- und Nordfriesland und 29 Grad in der Lausitz ein. Nur in der Südhälfte, d.h. zwischen Oberrhein und Chiemgau bleibt noch ein Rest der Hitze bestehen, sodass 25 bis 32 Grad drin sind. Während es in der Nordhälfte zeitweilige Schauer gibt, scheint in der Mitte längere Zeit die Sonne. In der Südhälfte muss mit örtlichen, aber teils kräftigen Gewittern gerechnet werden.

Am Dienstag zeigt sich das Wetter zwischen den Küsten und den Mittelgebirgen sowie im Osten leicht wechselhaft mit vielen Wolken und etwas Regen. Südlich der Donau gibt es auch noch ein paar Schauer, doch sie ziehen sich im Verlauf an die Alpen zurück. Von der Saar bis nach Franken sorgt steigender Luftdruck für weitgehend trockenes und freundliches Wetter. 15 Grad an den Küsten stehen 27 Grad am Oberrhein gegenüber.

Am Mittwoch und Donnerstag dominiert in den meisten Regionen der Sonnenschein. Lediglich über den Norden ziehen zeitweise ein paar mehr Wolken und im Süden steigt vor allem nachmittags das Gewitterrisiko. Die Luft erwärmt sich zur Wochenmitte auf 17 Grad am Meer und 28 Grad entlang des Oberrheins, am Donnerstag auf 19 Grad auf den Inseln und 33 Grad im Rhein-Neckar-Raum sowie in Südbaden.

Ein erneuter Wetterwechsel zeichnet sich am Freitag ab. Aus Nordwesten gelangt wiederholt kühlere Luft mit Wolken und örtlichen Schauern etwa bis zu den Mittelgebirgen, während im Süden und Südosten die heiße Luft mit vereinzelten Gewittern liegen bleibt. Dadurch ergibt sich eine entsprechend große Temperaturspanne mit 16 Grad am Wattenmeer und 32 Grad am Hochrhein sowie am Inn.

Am Samstag sickert die kühlere Luft auch in den Süden. Es werden dann 15 Grad an der Deutschen Bucht und 28 Grad am Oberrhein sowie am Bodensee anvisiert. Zwischen dem Niederrhein, den Küsten und der Osthälfte überwiegen viele Wolken, zeitweise regnet es etwas, während im Süden meist die Sonne scheint. Doch schon am Sonntag baut sich aktuellen Berechnungen zufolge ein neues Hoch über Deutschland auf und gleichzeitig wird wieder heißere Luft - insbesondere zu Wochenbeginn - herangeführt. Ob sich dann die nächste extreme Hitzephase einstellt, bleibt aber noch abzuwarten.







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