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Wetter-News: LUFTBALLONS IM DIENSTE DER WISSENSCHAFT
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 16.08.2022 00:00
LUFTBALLONS IM DIENSTE DER WISSENSCHAFT

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Wiesbaden (Q.met) - Selbst im Zeitalter, in dem man über Satelliten mit Infrarotkameras und leistungsfähige Wettermodelle verfügt, sind Rad...

Selbst im Zeitalter, in dem man über Satelliten mit Infrarotkameras und leistungsfähige Wettermodelle verfügt, sind Radiosonden immer noch ein beliebtes Messinstrument in der Meteorologie und Atmosphärenforschung. Sie bestehen grundsätzlich aus einem mit Helium gefüllten Wetterballon, an welchem die Sonde mit ihren Messinstrumenten und ihrer Funkantenne sowie ein Fallschirm befestigt sind. In der Sonde selbst befinden sich dabei im Normalfall ein Thermometer, ein Druck- und ein Feuchtemessgerät sowie ein Funksender, welcher die Messergebnisse kontinuierlich an eine Station am Boden übermittelt. Die Daten, die von der Radiosonde aufgenommen werden sind dabei von großem Wert für die Wettervorhersage, weil die am Boden befindlichen Messstationen nur Werte vom Erdboden messen können. Das Wetter selbst ist allerdings nicht zweidimensional, sondern viele Wetteränderungen lassen sich nur genau vorhersagen, wenn man Messwerte aus verschiedenen Höhen der Atmosphäre gesammelt hat. Hier kommen die Radiosonden ins Spiel. Sie liefern uns präzise Einblicke in die Schichtung sowie den vertikalen Temperatur- und Feuchteverlauf der Atmosphäre. In Deutschland startet der Deutsche Wetterdienst (DWD) 2 bis 4 Mal am Tag, an 11 verschiedenen Standorten, seine Sonden. Zurück zum Boden findet diese Masse an Radiosonden dabei ganz automatisch. Wenn der Ballon eine Höhe von 20 bis 35km erreicht hat, ist der Luftdruck bereits so gering, dass sich das Helium in ihm immer weiter ausdehnt und diesen letzten Endes zum Platzen bringt. Daraufhin schwebt die Sonde am Fallschirm wieder zurück zum Boden. Landen kann sie überall. Je nach Windrichtung und Stärke auch hunderte Kilometer vom Startpunkt entfernt und meistens mitten in der Pampa. Solange ihre Batterien noch nicht leer sind, gibt sie weiterhin Funksignale ab, über welche man die Sonde dann orten kann. Der DWD selbst sucht jedoch selbst nicht aktiv nach seinen Sonden, da dies zu zeit- und kostenaufwendig wäre. Für viele Menschen ist es allerdings mittlerweile fast schon zu einem Hobby geworden, mit Peilgeräten nach den gelandeten Sonden zu suchen. Diese können dann für einen Finderlohn an den DWD zurückgeschickt werden und die Schnitzeljagd ist perfekt.






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