© Q.met GmbH
Wetter-News: REKORDWARMES MITTELMEER: SÜDDEUTSCHLAND DROHT STARKREGEN
  Wetter-News
  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 20.08.2026 07:12
REKORDWARMES MITTELMEER: SÜDDEUTSCHLAND DROHT STARKREGEN

Mehr Wetter
Wetter
Deutschland
Schweiz
Österreich
Wetter
Wetter-Lexikon
Biowetter
Pollenflug
nachrichten wetter
Wiesbaden (Q.met) -

Vor Mallorca hat das Mittelmeer in diesem Sommer Wassertemperaturen erreicht, die in spanischen Gewässern noch nie gemessen wurden. Das ist mehr als eine Urlaubsnotiz: Ein so warmes Meer gibt enorme Mengen Wasserdampf an die Luft ab. Und genau diese Feuchte kommt bei passender Wetterlage über den Alpen und in Süddeutschland als Regen wieder herunter – zum Wochenstart wird das zum Thema.

Rekorde vor den Balearen

An der Boje vor der kleinen Insel sa Dragonera westlich von Mallorca wurden am 5. August 33,02 Grad Wassertemperatur registriert – nach Angaben des spanischen Wetterdienstes Aemet der höchste je in spanischen Gewässern erfasste Wert. Vor Mahón standen am 8. August 32,3 Grad in den Listen, bei Pollença am 11. August 32,1 Grad. Am 15. August erreichte auch das Flächenmittel rund um die Balearen mit 29,7 Grad einen Rekord. Im Zehntagesmittel liegt das Meer dort 3,7 Grad über dem Normalwert von 1982 bis 2015. Für die Ozeanographin Mélanie Juza vom Forschungsinstitut Socib ist es die fünfte marine Hitzewelle seit Mai.

Warmes Meer, schwerere Güsse

Der Befund passt ins größere Bild: Nach dem Klimabulletin des Copernicus-Dienstes vom 10. August war der Juli 2026 weltweit der wärmste Juli an der Meeresoberfläche mit 20,96 Grad im Mittel, Rekordwerte gab es auch an der Atlantikküste und im westlichen Mittelmeer. Physikalisch ist der Zusammenhang schlicht: Je wärmer das Wasser, desto mehr verdunstet, und desto mehr Feuchte steht Tiefdruckgebieten zur Verfügung. Eine Studie von Forschenden um Claudia Volosciuk am GEOMAR (Scientific Reports, 2016) zeigt genau das – steigende Mittelmeertemperaturen verstärken die Extremniederschläge, die Mittelmeertiefs nach Mitteleuropa bringen.

Was das für die neue Woche heißt

Diese Feuchtequelle wird gerade angezapft. Heute und am Freitag ziehen im Süden und Südosten kräftige Gewitter auf, in wenigen Stunden sind 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich, dazu Sturmböen und Hagel. Am Montag und Dienstag folgt von Südwesten Dauerregen mit 30 bis 60, örtlich 50 bis 80 Litern pro Quadratmeter in 24 bis 48 Stunden. Die Zugbahn ist noch unsicher, die Modelle verschieben den Schwerpunkt um mehr als hundert Kilometer. Heikel bleibt der ausgedörrte Boden im Süden: Er nimmt solche Mengen kaum auf, in engen Tälern droht das Wasser oberflächlich abzulaufen.







Benutzersuche



WETTER-NETZWERK: WETTER.NET
WETTER-PARTNER: Proplanta.de | docspot.tv | skiresort.de