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Wetter-News: EL NIÑO AUF REKORDKURS: NASSER WINTERSTART FÜR EUROPA?
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Meldung vom 02.09.2026 13:06
EL NIÑO AUF REKORDKURS: NASSER WINTERSTART FÜR EUROPA?

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Wiesbaden (Q.met) -

Im tropischen Pazifik baut sich gerade eines der stärksten El-Niño-Ereignisse der Messgeschichte auf. Das Wasser vor Südamerika hat sich in diesem Sommer ungewöhnlich schnell aufgeheizt, und die Klimamodelle steuern auf Rekordwerte zu. Für Europa wirkt das nur indirekt - über den Polarwirbel könnte es unseren Winter trotzdem prägen.

Niño 3.4 liegt bei plus 2,7 Grad

Der Gradmesser für El Niño ist die Meerestemperatur im Gebiet Niño 3.4 mitten im Pazifik. Dort lag die Abweichung in der Woche um den 12. August nach Daten des IRI der Columbia University bei rund 2,7 Grad über dem Mittel - ein Wert, den frühere Ereignisse meist erst im November erreicht haben. Die US-Klimabehörde NOAA hat am 13. August ein El-Niño-Advisory bestätigt und gibt einem sehr starken Ereignis in Herbst und Winter mehr als 90 Prozent Wahrscheinlichkeit. Den Höhepunkt erwarten die Modelle zwischen Oktober und Dezember.

Stärker als 1997 und 2015?

Die bisherigen Schwergewichte erreichten ihre Spitzen jeweils im November: 1997/98 rund 2,4 Grad, 2015/16 etwa 2,6 Grad über dem Mittel. Ein großer Teil der vom IRI ausgewerteten Modelle sieht den aktuellen Fall darüber, ein Teil sogar jenseits von drei Grad. Prof. Adam Scaife vom britischen Met Office sagte Euronews, ein El-Niño-Signal dieser Stärke habe er in den Langfristprognosen noch nie gesehen. Sicher ist der Rekord damit nicht: Die Streuung zwischen den Modellen ist groß, und die Entwicklung kann im Herbst noch abflachen.

Für Europa zählt der Polarwirbel

Die harten Folgen treffen die Tropen - Dürre in Südostasien und Australien, Fluten an der südamerikanischen Westküste. Europa liegt weit ab, das Signal ist schwach und indirekt: Statistisch neigen El-Niño-Winter bei uns zu einem milden, nassen und windigen Start mit lebhafter Westströmung. Spannender ist der zweite Weg. In El-Niño-Wintern wird der Polarwirbel über der Arktis häufiger gestört, und nach solchen Störungen kann es im Spätwinter kalt werden. Verlässlich ist das nicht, im Winter 1997/98 blieb die Störung aus. Auf unser Septemberwetter hat all das ohnehin keinen Einfluss.







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