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Wetter-News: ATLANTIK OHNE HURRIKAN: REKORD DÜRFTE AM FREITAG FALLEN
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 06.09.2026 10:12
ATLANTIK OHNE HURRIKAN: REKORD DÜRFTE AM FREITAG FALLEN

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Wiesbaden (Q.met) -

Wir haben den 6. September - und im Atlantik ist noch kein einziger Hurrikan entstanden. Fünf Tropenstürme, mehr war bislang nicht. Passiert bis Freitag nichts, kippt eine Marke, die seit 2002 hält. Verantwortlich ist ein kräftig aufziehender El Niño, der die jungen Wirbel förmlich zerschneidet. Auch für Europa bleibt das nicht folgenlos.

Fünf Stürme, kein einziger Hurrikan

Arthur, Bertha, Cristobal, Dolly und Edouard - fünf benannte Stürme hat der Atlantik seit dem 1. Juni hervorgebracht, keiner davon erreichte Hurrikanstärke. Nur Bertha hielt sich Ende Juli länger als etwa einen Tag, Edouard setzte zuletzt Teile Osttexas unter Wasser. Im Mittel entsteht der erste Hurrikan einer Saison schon am 11. August, und eine durchschnittliche Saison bringt es auf 14 benannte Stürme und sieben Hurrikane. Die späteste Erstbildung der Messreihe datiert auf den 11. September, erreicht 2002 und noch einmal 2013 - beides El-Niño-Jahre.

El Niño zerschneidet die Wirbel

Der Grund liegt hoch oben in der Atmosphäre. Ein kräftig aufziehender El Niño hat die Höhenwinde über der Karibik und dem tropischen Atlantik so weit aufgedreht, dass junge Wirbel zerrissen werden, bevor sie sich organisieren können. Die Windscherung war dort zuletzt die stärkste seit 1979, gemessen an der Sturmenergie ist es der schwächste Saisonstart seit mindestens 1966. Die NOAA hob in ihrem August-Update die Wahrscheinlichkeit für eine unternormale Saison von 55 auf 75 Prozent an und rechnet nur noch mit 7 bis 13 benannten Stürmen. Das US-Hurrikanzentrum NHC erwartet bis weit in die kommende Woche keine Neubildung.

Was das für Deutschland bedeutet

Für uns fehlt damit ein Antrieb von außen. Ex-Tropenstürme, die im Herbst auf den Nordatlantik ausscheren, verstärken sonst den Jetstream und schicken kräftige Tiefs Richtung Westeuropa - diese Zutat liegt derzeit auf Eis. Unser Wetter macht der Atlantik allein: Am Montag ziehen von der Mitte bis in den Süden kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen auf, am Oberrhein sind vorher bis 33 Grad drin. Ab Mittwoch übernimmt kühlere Luft mit 17 bis 22 Grad und einstelligen Nächten. Und eine Entwarnung ist die Rekordpause nicht: Auch ruhige Saisons hatten schon schwere Landfälle.







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