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Wetter-News: ATLANTIK OHNE HURRIKAN: FAY BLEIBT KNAPP UNTER DER MARKE
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Meldung vom 21.09.2026 07:05
ATLANTIK OHNE HURRIKAN: FAY BLEIBT KNAPP UNTER DER MARKE

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Wiesbaden (Q.met) -

Die atlantische Hurrikansaison läuft seit dem 1. Juni - und bis heute hat sich kein einziger Hurrikan gebildet. So spät kam die Saison seit Beginn der Satellitenüberwachung 1966 noch nie in Gang. Selbst Tropensturm Fay südwestlich der Azoren, dem zuletzt nur wenige Kilometer pro Stunde zur Hurrikanstärke fehlten, dürfte die Marke verpassen.

Ein Rekord, der seit 1966 Bestand hatte

Bis Ende September hat der Atlantik im Mittel vier Hurrikane und zwei schwere Hurrikane hervorgebracht. 2026 stehen sechs benannte Stürme in den Büchern - Arthur, Bertha, Cristobal, Dolly, Edouard und Fay - und kein einziger Hurrikan. Der bisherige Spätstart-Rekord der Satellitenära lag auf dem 11. September, aufgestellt 2002 von Gustav und egalisiert 2013 von Humberto; dieses Datum hat die laufende Saison überschritten. Der Energieindex ACE, der Dauer und Stärke aller Systeme zusammenfasst, liegt bei gut fünf Einheiten und damit rund 90 Prozent unter dem Normalwert. Ganz ohne Hurrikan blieben in der Statistik seit 1851 nur die Jahre 1907 und 1914 - beides lange vor dem Satellitenzeitalter.

El Niño legt den tropischen Atlantik lahm

Die Ursache liegt im Pazifik. Ein sehr starker El Niño verstärkt die Höhenströmung über dem tropischen Atlantik, und diese Windscherung zerreißt junge Wirbel, bevor sie einen geschlossenen warmen Kern aufbauen können. Dazu kommt trockene, abgesunkene Luft. Die NOAA hatte in ihrer aktualisierten Prognose vom 6. August nur sieben bis 13 benannte Stürme und zwei bis sechs Hurrikane erwartet und einer überdurchschnittlichen Saison weniger als fünf Prozent Wahrscheinlichkeit gegeben. Das Gegenstück zeigt der Ostpazifik: Dort sind bereits 16 benannte Stürme und sechs Hurrikane entstanden, der ACE-Wert liegt rund 77 Prozent über dem Mittel.

Was das für uns bedeutet

Fay stand heute früh rund 620 Kilometer südwestlich der Azoren, mit 110 Kilometern pro Stunde und einem Kerndruck von 995 Hektopascal zog er langsam nach Ostsüdost (NHC-Advisory vom 21.09., 03 UTC). Zur Hurrikanschwelle fehlen keine zehn Kilometer pro Stunde, doch Scherung und Trockenluft sollen ihn ab heute schwächen, Warnungen für die Azoren bestehen nicht. Reste tropischer Wirbelstürme geben Herbsttiefs über dem Nordatlantik sonst gelegentlich zusätzlichen Schub - diese Zutat fehlt bislang. Bei uns bleibt es unspektakulär: heute und morgen an den Küsten Böen bis Windstärke 8 und auf dem Brocken 9, danach ruhiges, mildes Herbstwetter mit Frühnebel und 17 bis 25 Grad.







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