Wiesbaden (Q.met) - Noch einmal 24 Grad, dann kippt die Lage: Ab Mittwochabend zieht Regen auf, am Donnerstag fegt stürmischer Wind über Küsten und Bergland. Spannender ist aber die Woche danach. Für die Zeit um den 12. Oktober rechnen die Wettermodelle völlig gegensätzlich – der eine Lauf bringt goldenen Oktober, der andere polare Kaltluft mit den ersten Flocken.
Diese Woche: Sturmböen und Dauerregen
Montag und Dienstag bleiben nach Nebelauflösung freundlich und mild mit 20 bis 24 Grad. Am Mittwoch ziehen zum Abend Regen und vereinzelt Gewitter auf, die Höchstwerte liegen noch zwischen 17 und 24 Grad. Der Donnerstag bringt den Umschwung: verbreitet Regen, örtlich Starkregen, nur noch 14 bis 20 Grad und ein lebhafter bis stürmischer Wind aus West bis Nordwest. An der See und im höheren Bergland sind Sturmböen wahrscheinlich, in den Staulagen von Alpen und Schwarzwald kann es stundenlang durchregnen. Freitag und Samstag bleiben unbeständig und windig bei 12 bis 18 Grad.
Zwei Modelle, zwei Wetterwelten
Ab dem 10. Oktober laufen die Rechnungen auseinander. Das europäische Modell ECMWF kippt die Hochdruckachse nach Osten und hält an mildem Herbstwetter mit 15 bis 20 Grad fest. Das amerikanische GFS verlagert die Tiefs von Island nach Skandinavien und lenkt auf deren Rückseite polare Luft nach Mitteleuropa, mit Höchstwerten von nur noch 10 bis 15 Grad. Auffällig ist der Trend der Kontrollläufe: Bis zum 8. Oktober liegen sie weit über dem Mittel, danach pendeln sie um den Normalwert. Rund jeder zweite Lauf zeigt einen spürbaren Kaltluftvorstoß – entschieden ist damit noch nichts.
Erster Schnee: Wo er realistisch wäre
Setzt sich die kalte Variante durch, sinkt die Schneefallgrenze zeitweise auf 800 bis 1000 Meter. Auf Brocken, Fichtelberg, Feldberg und Großem Arber wären dann erste Flocken oder Graupelschauer drin, meist nur wenige Zentimeter, in den Hochlagen der Alpen deutlich mehr. Im Flachland bliebe es bei kaltem Regen, dafür steigt die Chance auf die erste verbreitete Frostnacht. Ungewöhnlich früh wäre das kaum: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden die höchsten Kammlagen von Schwarzwald, Bayerischem Wald und Erzgebirge im Mittel zwischen Ende Oktober und Anfang November zum ersten Mal weiß.