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Wetter-News: UNWETTER IN LIGURIEN: GENUA SCHLIEßT SCHULEN, STURZFLUTEN DROHEN
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 20.10.2026 10:03
UNWETTER IN LIGURIEN: GENUA SCHLIEßT SCHULEN, STURZFLUTEN DROHEN

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Wiesbaden (Q.met) -

Nach Spanien trifft die Unwetterserie jetzt Norditalien. Für Genua und weite Teile Liguriens gilt am Dienstag die zweithöchste Warnstufe Orange. Stationäre Gewitter können dort mehr als 15 Stunden ohne Pause abregnen. Die Stadt hat alle Schulen geschlossen, denn die Böden sind vom Starkregen am Sonntag noch gesättigt. Auch Deutschland bekommt am Mittwoch Ausläufer der Wetterlage zu spüren.

Warnstufe Orange von Savona bis Genua

Der ligurische Wetterdienst Arpal hat für die westliche Küste, den Großraum Genua und die westlichen Täler zur Po-Ebene von 7 Uhr bis Mitternacht Warnstufe Orange für Gewitter ausgegeben. Für die Levante gilt ab 14 Uhr Gelb. Arpal warnt vor rasch steigenden Pegeln an kleinen und mittleren Flüssen, vor überfluteten Unterführungen und vor Hangrutschen. Schon am Sonntag fielen in Genua-Sant'Ilario 135 Liter pro Quadratmeter, über dem Meer vor der Stadt wohl mehr als 200. Im Corso Europa stürzte dabei eine Stützmauer ein. Der regionale Zivilschutzreferent Giacomo Giampedrone mahnt: Es stehe viel auf dem Spiel, man müsse sehr, sehr vorsichtig sein.

Warum die Gewitter über Ligurien hängen bleiben

Ursache ist ein großes Tiefdruckgebiet zwischen Frankreich und England, das sehr feuchte Mittelmeerluft nach Norden lenkt. Über dem Golf von Genua trifft warmer Scirocco aus Südost auf kühlen Tramontana aus dem Norden. An dieser Grenze bilden sich immer neue Gewitter, die kaum weiterziehen. Wettermodelle zeigen örtlich mehr als 150 Liter pro Quadratmeter, im Extremfall auch deutlich mehr. Wo genau die Zellen hängen bleiben, ist aber nicht vorherzusagen. Dazu kommt Sturm aus Südost mit bis zu vier Meter hohen Wellen und Sturmflutgefahr an der Küste. Das noch sehr warme Mittelmeer liefert zusätzliche Feuchte. Am Wochenende brachte Tief Adam in Spanien laut Aemet in Pego mehr als 620 Liter in 24 Stunden, mindestens vier Menschen starben.

Mittwoch Regen auch in Süddeutschland

Für den Mittwoch hat der italienische Zivilschutz bereits für sechs weitere Regionen Gelb ausgerufen, darunter Piemont und Toskana. Der Schwerpunkt verlagert sich dann in die ligurische Levante, die Toskana und den Nordosten Italiens. Wer in den Herbstferien an die Riviera oder an den Gardasee fährt, sollte die Warnungen vor Ort im Blick behalten. Nach Deutschland gelangen nur Ausläufer. Nach dem Föhn am Alpenrand ziehen am Mittwoch von Südwesten Wolken und Regen auf, im Bergland des Südwestens mit stürmischen Böen. Danach bleibt es unbeständig bei 9 bis 16 Grad, am Freitag drohen an der Nordsee Sturmböen.







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