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Wetter-News: WETTERKAPRIOLEN IM WINTER
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vom Wetterdienst Q.met GmbH |
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Meldung vom 05.02.2012 07:10 |
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WETTERKAPRIOLEN IM WINTER |
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Wiesbaden (Q.met) - Winterwetter in fast ganz Europa. Vor allem im östlichen Mitteleuropa sowie in Osteuropa gab es mehr als 220 Kältetote. Nur in Island, Grönland und auf Spitzbergen ist es derzeit ungewöhnlich mild.
Winter steht auf dem Kalender, da wundert es kaum, dass frostige Temperaturen auf dem Thermometer abgelesen werden Während die Russen nach einem ungewöhnlich milden Winterwetter mit Temperaturabweichungen von bis zu 20 Grad nach oben nun von einem Normalwinter sprechen, schaut es weiter südlich in der Ukraine anders aus. Gab es bei minus 17 Grad in Moskau einzelne Schneeflocken, blieb gleichzeitig das Quecksilber in der Ukraine bei minus 21,1 Grad stecken. Diese Werte wurden in der Nähe von Tschernobyl gemessen. Dem Normalwinter im Norden steht ein Extremwinter am Schwarzen Meer gegenüber. Auf der Krim liegt Schnee, die Küstengewässer sind bei Dauerfrost gebietsweise vereist. Ein Jahrhundertereignis, denn laut Medienberichten soll es seit 50 Jahren dort nicht mehr so kalt gewesen sein. Nur der starke Wind verhindert derzeit eine Vereisung des nördlichen Schwarzen Meeres. Auch in anderen Regionen herrscht ungewöhnliches Wetter. Am Samstagmorgen schneit es von Rom bis nach Algerien heftig. Stellenweise gab es an der algerischen Küste Starkschneefall mit nur 800 Metern Sicht. In Rom sprachen am Samstagmorgen die Behörden von den stärksten Schneefällen seit Jahrzehnten. Dort schneite es seit Freitagnachmittag zeitweise stark, der Verkehr brach zusammen. Am internationalen Flughafen wurden am Samstagmorgen 10 Zentimeter Schneehöhe gemessen. Geschneit hatte es auch auf Mallorca bei 0 Grad.
Doch irgendwo muss die milde Luft sich derzeit verstecken. In Island und auf Spitzbergen wird man findig. Dort ist es momentan mit 0 bis plus 6 Grad sehr mild und regnerisch. Ein Teil der milden Luft hat auch das südliche Grönland erfasst.
In Deutschland wurde der kälteste Tag in diesem Winter verzeichnet. In Oberstdorf gingen heute morgen die Temperaturen bis auf minus 28,5 Grad zurück.
Ein Ende der Kältewelle in Mitteleuropa ist nicht in Sicht. Zwar schwächt sich der teils sehr strenge Dauerfrost im Laufe der nächsten Woche etwas ab. Doch flächendeckende Temperaturen über dem Gefrierpunkt werden auch am kommenden Wochenende bei uns noch nicht erwartet.
Bis zum nächsten Mal.
Karl Heinz Oberthier Diplom-Meteorologe
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